So werden die Kunden beim Kauf von Druckerpatronen geschröpft
Wer sich einen neuen Drucker kauft, bekommt in der Regel den ersten Satz Druckerpatronen mit geliefert. Für den normalen Kunden ist die Auswahl an Druckern, die der Fachhandel bereit hält, enorm groß und die Preise verlockend günstig. Kaum einer der sich einen neuen Drucker kauft informiert sich im voraus über die möglichen Folgekosten die der neue Drucker im Laufe der Zeit mit sich bringt. Die Freude über den günstigen Anschaffungspreis des neuen Druckers verblasst, in den meisten Fällen spätestens dann, wenn der Drucker die Meldung – Patrone leer, Patrone bitte wechseln – anzeigt und der Kauf einer oder mehrerer neuen Druckerpatronen ansteht.
Hier liegt im wahrsten Sinne des Wortes der Hund begraben.
Was die Kunden nicht wissen, ist dass viele Drucker diese Meldung schon anzeigen und den Dienst quitieren, obwohl die Druckerpatrone noch lange nicht leer gedruckt wurde. Die Hersteller begründen dies mit der Tatsache, das in den Druckerpatronen immer eine kleine Restmenge an Tinte vorhanden sein muss ,damit die Druckköpfe keinen Schaden nehmen. Bisher sind weder in unabhängigen Tests noch in unserer täglichen Arbeit Fälle bekannt geworden, wo ein Drucker Schaden durch eine völlig leere Druckerpatrone genommen hat. Um Ihnen mal eine genaue Vorstellung zu vermitteln ,hatte eine TV Sendung Anfang diesen Jahres einmal einige Hersteller getestet und ist dabei zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Getestet wurden ein Canon, Kodak und HP Drucker. Alle Drucker wurden mit den originalen Druckerpatronen getestet.
Getestet wurde wie folgt:
Alle Druckerpatronen wurden vor dem Einsetzen gewogen. Danach wurden mit allen drei Druckermodellen eine standartisierte DinA4 Seite gedruckt bis die Drucker die Meldung „Tintenpatrone leer“ angezeigt hatten. Danach wurden die Druckerpatronen wieder entfernt und erneut gewogen.
Das Ergebnis sah dann wie folgt aus:
Canon 19% Restmenge (entspricht ca. 120 DIN A4 Seiten)
Kodak 24% Restmenge (entspricht ca. 170 DIN A4 Seiten)
HP 60% Restmenge (entspricht ca. 430 DIN A4 Seiten)
Erschreckend was die Verbraucher hier an Geld regelrecht zum Fenster rauswerfen ,da keine Möglichkeit besteht mit den Restmengen den Drucker zum drucken zu bewegen.
Wie kann ich den Verbrauch verringern?
Als erstes sollten Sie sich bewusst sein, das ihr Drucker bei jedem ein- und ausschalten eine Selbstreinigung durchführt. Was aber die wenigsten wissen, dabei wird natürlich Druckertinte verbraucht. Wenn Sie ihren Drucker regelmäßig nutzen, sollten Sie versuchen diese Prozedur zu umgehen ,indem Sie den Drucker am Strom belassen.
Ein weiteres Sparpotential liegt in der Druckeinstellung. Stellen Sie die Druckeinstellungen auf einen geringeren Verbrauch ein, wenn der Ausdruck nicht unbedingt in der besten Qualität sein muss. Ein sehr hohes Sparpotential hat der Kunde bei der verwendung von alternativen Druckerpatronen.
Was ist beim Kauf alternativer Druckerpatronen zu beachten?
Alternatives Druckerzubehör ist heutzutage für fast alle gängigen Druckermodele verfügbar. Die Qualität ist ähnlich bis gleich dem der Druckerhersteller und der Füllmengen ,teilweise sogar höher als die der originalen Druckerpatronen.
Der Markt an alternativen Druckerzubehör ist riesig und die Preisunterschiede enorm hoch. Wer sich alternative Druckerpatronen zulegt, sollte nicht gleich auf das erst billigste Angebot eingehen. und zugreifen. Die Qualitätsunterschiede sind dem Verbraucher nicht gleich ersichtlich und können im Nachhinein sogar teure Reparaturen am Drucker (z.B. Druckkopf) verursachen und der Kostenvorteil einer alternativen Druckerpatrone ist somit zunichte gemacht. Schauen Sie sich nach geprüften Druckerpatronen von Drittherstellern um, bei denen die Tinten getestet sind. Legen Sie als Faustregel ein Kostenersparnis von 25% – 50% pro Druckerpatrone zugrunde und Sie können sicher gehen, das Sie ein vernünftiges Produkt erworben haben. Druckerpatronen die es für 1€ zu erwerben gibt, sollten Sie mit Vorsicht genießen. Verstopfungen des Druckkopfes sind meistens Anzeichen von minderwertiger Tintenqualität und können im nachhinein hohe Reparaturkosten ihres Druckers verursachen.
Fazit:
Um sich vorab schon etwas über die Folgekosten ihres neuen Druckers zu informieren, sollten Sie beim Kauf auch einmal einen Blick in die Zubehörregale werfen. Dort können Sie sich schon grob orientieren, was ihre Druckerpatronen später kosten werden.